The Hooters - eine unbekannte Legende und ein Kuriositätenkabinett 25.6.08 Lauchheim - Schloss Kapfenburg Die Band wurde 1980 gegründet und die wenigsten kennen sie. Doch jeder kennt ihre Lieder. Lange war nichts mehr von ihnen zu hören doch jetzt sind sie wieder da mit einem neuen Album und einer Tour die sie am 25.6 auf die schwäbische Alb geführt hat. Auf Schloss Kapfenburg, wo jedes Jahr ein Festival aller Musikrichtungen stattfindet, gaben sie vor einem kleinen aber feinen Publikum ein Konzert das sich gewaschen hat! Bei vielen alten Bands mit vielen Liedern ist bei solchen Konzerten die Gefahr, dass genau das Lied das einem besonders gefällt wegfällt, vor allem wenn ein neues Album veröffentlicht wurde und dafür geworben werden soll. Doch in den 2 Stunden die die Jungs auf der Bühne waren haben sie die größten ihrer Hits gespielt, es hat keiner gefehlt! Doch was spielt "The Hooters" überhaupt? Hooters spielt einen rollenden lockeren folk rock der ganz ohne Druck, aber in einer musikalischen und instrumentellen Breite daherkommt dass man die Bühne eher zu einem Museeum für seltene und legendäre Musikinstrumente machen könnte. Doch dazu später mehr. Erstmal zu den Liedern! Goodnewsfans dürften die Hooters von "Satelite" und "karla with a K" bekannt sein, weit erfolgreicher war ihr wohl größter Hit "Jonny B". "500 Miles" (nein... nicht i would walk 500 miles...) und "all you zombies" wurde in den vergangenen 20 Jahren zu wahren Hymnen und "and we danced" spiegelt wie wenige Lieder die 80er wieder. "Day by day" sollte ebenso wie "brother don't you walk away" bekannt sein. Die Liste liese sich weiter fortsetzen.... Doch auch Hits anderer großer Künstler wurden von den Hooters um Eric Bazilian und Bob Hyman geschrieben. So ist "Private emotion" - von ricky martin gesungen, von ihnen ebenso wie "time after time" von cindy lauper. "One of us" von Joane Osbourne (nein... nicht ozzy..) war auch von den Hooters. All diese Titel wurden von den Hooters auch gespielt und waren mindestens so gut wie die "Originale" - auf jeden Fall jedoch einzigartig, wurden sie doch dank Erics Deutschkenntnissen teilweise auf Deutsch gesungen ("Wenn Gott einer von uns wäre würde er nachts sich nach dem letzten Bier aufregen an der Telefonzelle hängen und ein Taxi rufen weil er in der Kneipe die letzte S-Bahn verpasst hat... oder so ähnlich)
Eric Bazilian, Leadgittarist und Sänger spielt meist eine Düsenberg Hollowbody. Doch greift er auch gern auf seine einzigartige Kramer - Doubleneck - E-gitarre - E-MANDOLINE zurück. Es stehen noch ein paar Gibsons (eine uralte sündhaftteure goldtop...) rum, E-Mandolinen und Lauten, und allerlei akkustischen Saiteninstrumenten. Wenn er nicht gerade singt spielt er auch gerne Mundharmonika oder Blockflöte (auch alles in einem Lied). Greift der Keyboarder Bob Hyman nicht zu irgendwelchen Tasten (Keyboards, Akkordeons ....) spielt er auf sonstigen skurilen Instrumenten - da muss dann auch mal der zweite Gittarist der offensichtlich Teles vergöttert - für den aber oft nur noch E-Mandoline übrig bleiben - zu den Tasten greifen. Lediglich der Drummer macht das wozu er da ist. Trommeln! Und das auf einem gegen das Arsenal an Saiten- Zupf- Blas- und Tasteninstrumenten sehr minimalistischen Drumset. Viel Platz war vor lauter uralt-relic verstärkern die schon lange ins Museeum gehört hätten eh nicht mehr auf der Bühne.
Alles in allem war es für 35 Euro eine unbeschreibliche Zeitreise durch die 80er und 90er mit einigen neuen Liedern und einem verdammt abwechslungsreichen Bühnengeschehen. Weiter so!!!!
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